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Freitag, 20. September 2013

Mit Selbstbewusstsein und Begeisterung auf dem Weg an die Spitze

Selbstmarketing, Durchsetzungsvermögen, Mut und Glaube an die eigenen Stärken: Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte erhielten beim ersten Frauen-Wirtschaftsforum in der IHK Düsseldorf wertvolle Impulse für den Arbeitsalltag.
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Fordern fairere Chancen für Frauen in der Wirtschaftswelt: Gabriela Picariello, IHK-Vizepräsidentin und Inhaberin der Rheinlust Agentur, Dorothea Körfers, Leiterin Kompetenzzentrum Frau und Beruf, sowie Karin-Brigitte Göbel, Mitglied des Vorstands der Stadtsparkasse Düsseldorf.
Bacel Atassi/Abdruck honorarfrei

Düsseldorf/Kreis Mettmann – „Wir wollen in unserem Beruf Erfolg. Unsere Motivation unterscheidet sich nicht von den Männern.“ Die Einführungsworte von IHK-Vizepräsidentin Gabriela Picariello gaben die Richtung vor. Selbstbewusst und entschlossen, das Berufsleben erfolgreich zu gestalten: So präsentierten sich rund 200 Frauen, zumeist Unternehmerinnen und Führungskräfte, beim zum ersten Mal stattfindenden Frauen-Wirtschaftsforum in der IHK Düsseldorf. In der von der IHK und dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann initiierten Veranstaltung erhielten sie in Vorträgen und Foren wertvolle Impulse für den Arbeitsalltag.

„Mit diesem Wirtschaftsforum wollen wir einen Beitrag leisten, damit es in der Wirtschaftswelt mehr Chancengleichheit für Frauen gibt“, formulierte Dorothea Körfers, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf, ein Ziel der Veranstaltung. Das Wirtschaftsforum machte den Frauen Mut, selbstbewusst ihren Weg zu gehen und in einer männerdominierten Welt ihre Rechte einzufordern. Als Paradebeispiel für eine starke und erfolgreiche Frau referierte das Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Düsseldorf, Karin-Brigitte Göbel, über ihren Weg an die Spitze und was sich ändern muss, damit mehr Frauen Vergleichbares wagen. Der gesellschaftliche Wandel sei zwar eingetreten, aber Frauen verkaufen sich immer noch unter Wert, so Göbel. Sich selbst bezeichnete sie als „Exotin“ in ihrer Branche und forderte ein Umdenken. „Wegen mangelnder Flexibilität wird das Potenzial der Frauen verschenkt.“ Es habe nichts mit unverhältnismäßigem Feminismus zu tun, wenn man gleiche Chancen für Frauen fordere. „Wir haben bessere Abschlussnoten, werden aber schlechter bezahlt.“ Karin-Brigitte Göbel skizzierte ihren eigenen Werdegang von der Banklehre in den Vorstand der Stadtsparkasse und appellierte an die Frauen, mehr Mut zu haben. „Mit Engagement, Eigeninitiative und Begeisterung für das eigene Tun ist alles möglich. Lassen Sie sich nicht wegdrücken.“

Eigeninitiative entwickeln – Erfolgsfaktoren definieren

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Dorothea Körfers, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann, sprach vor rund 200 Teilnehmerinnen beim ersten Frauen-Wirtschaftsforum in Düsseldorf.
Bacel Atassi/Abdruck honorarfrei

Ähnlich couragiert und entschlossen trat Nicola Stratmann, geschäftsführende Gesellschafterin des Event & Fair Hotel Tulip Inn in der Arena Düsseldorf, auf. Sie berichtete in einem Forum über die Voraussetzungen und Strategien für den Erfolg im Berufsleben. Mit Sätzen wie „Erfolg fängt im Kopf an“ und „Glück ist kein Zufall“ machte sie den Zuhörerinnen deutlich, Eigeninitiative zu entwickeln. Für sich habe sie ein „Bankhaus der Werte“ erarbeitet. „Fleiß, Respekt, Wertschätzung: Das muss ich im Beruf haben, um erfolgreich sein zu können.“ Während ihrer 25 Jahre Erfahrung in der Dienstleistungsbranche - davon zum Großteil in internationalen Konzernen – habe sie auch einige Mobbingversuche überstehen müssen. Davon dürfe man sich nicht unterkriegen lassen. Vielmehr sei es wichtig, Erfolgsfaktoren zu definieren und eine charmante Hartnäckigkeit an den Tag zu legen.

Wer im Berufsleben bestehen will, muss sich zunächst einmal selbst kennen. Davon ist die Potenzial- und Persönlichkeitsentwicklerin Sylvia Schnödewind überzeugt. Der erste Schritt sei es, sein Ich als eigenes Produkt zu definieren. „Was macht Sie aus? Welche Fähigkeiten, Erfolge und Arbeitsergebnisse können sie vorweisen? Und was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal? All das sind Fragen, die sich Frauen stellen sollten.“ Selbstmarketing sei in erster Linie Selbstcoaching. „Dabei sollte man aber immer authentisch bleiben“, riet Schnödewind den Teilnehmerinnen ihres Forums.

Wie gelingt es, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen? Darüber berichteten Frauke Greven, Spielraum Projekt Vereinbarkeit, und Britta Tigges vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf. Sie gaben wichtige Tipps von der flexiblen Arbeitszeitgestaltung über Belegplätze in einer Kindertagesstätte bis zu Angeboten in der Region. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine familienorientierte Personalpolitik gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen ist. Angesichts des demographischen Wandels und des drohenden Fachkräftemangels in vielen Branchen müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Frauen sich entfalten können.

Netzwerke kennen lernen – Netzwerke knüpfen

Damit das gelingt, bot das Frauen-Wirtschaftsforum eine Informationsbörse mit lokalen Frauennetzwerken und Angeboten für Gründerinnen. An den Ständen - unter anderem vom Verband deutscher Unternehmerinnen, Frauen in der Immobilienwirtschaft, dem Deutschen Juristinnenbund oder der Bundesagentur für Arbeit - wurde leidenschaftlich diskutiert. Die Teilnehmerinnen zeigten sich begeistert vom Angebot und tauschten sich angeregt aus, getreu dem Ziel, Netzwerke zu knüpfen. Die Frauen haben sich auf den Weg gemacht – für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ein gutes Zeichen.

Unternehmenstage 2013 – Innovative Personalpolitik

Die „Unternehmenstage 2013 – Innovative Personalpolitik“ vom 9. bis 19. September in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann sind ein gemeinsames Projekt des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann, der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann, der Gleichstellungsstellen, der IHK Düsseldorf, der Arbeitsagenturen und Jobcenter und kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie weiterer zahlreicher Kooperationspartnerinnen und -partner. Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW ist die Schirmherrin der Unternehmenstage. Die Themen der Veranstaltungen reichen von Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung, familienorientierter Personalpolitik und Frauen in Führungspositionen bis hin zu betrieblich unterstützter Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Nähere Informationen sowie eine Übersicht der Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.unternehmenstage.de oder unter der Telefonnummer: 0211 17302 27.

Landesinitiative Frau und Wirtschaft

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann ist Teil der Landesinitiative "Frau und Wirtschaft". Trägerin des Kompetenzzentrums ist die Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH. Die Initiative umfasst 16 Kompetenzzentren, eines in jeder Arbeitsmarktregion Nordrhein-Westfalens. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter verfolgt mit den Kompetenzzentren das Ziel, die Erwerbquote von Frauen nachhaltig zu steigern und die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern zu verbessern. Mit dem Kompetenzzentrum setzen sich die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann gemeinsam für die Verwirklichung dieser Ziele in der Region ein.

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Pressekontakt

Dr. Marie-Christine Frank
Public Relations
m.frank-competentia@zwd.de
Tel.: 0211.17302-446
Fax: 0211.17302-104
Mobil: 0173.4825735

Herausgeberin:
Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann
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40046 Düsseldorf
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www.competentia.nrw.de/Duesseldorf-Mettmann

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